Über mich

Meine Liebe zu den Heilkräutern und wie alles seinen Lauf nahm

Wie hat das eigentlich alles angefangen mit dieser großen Liebe zu den Heilkräutern?

Und der Pflanzenwelt im Allgemeinen?

Kindheitserinnerungen

Gute Frage. Generell habe ich als Kind viel Zeit draußen verbracht. Mit der Familie haben wir viele Ausflüge in die Natur gemacht, meine Mama arbeitete früher als wir Kinder waren als Floristin .. mein Bruder liebte Vögel und verschlang Bücher zu verschiedenen Vogelarten. Ich glaube uns alle einte eine Verbundenheit zur Natur oder wir haben sie in jedem Fall von Kindesbeinen an erlebt. Kräuter und Heilpflanzen fand ich schon immer spannend. In der Küche. Als Tees. Da waren immer wieder Momente, wo diese Begeisterung spürbar war. Wenn ich als junge Erwachsene in dem Bergdorf meines Mannes mit seiner Mutter Kräuter sammelte. Mit Tüten voller selbsgepflückter Tees zurück nach Deutschland kam. Und mich freute wie ein Kind. Wenn ich Gerichte zubereitete die viele frische Kräuter beinhalteten. Ich liebe ja zum Beispiel Grüne Sauce. All die die leckeren, frischen Kräuter die da reinkommen. Im Supermarkt gibt es oft in Papier eingeschlagen alle Kräuter für die Grüne Sauce. Ich liebe seit ich ein junges Mädchen bin Chai. Irgendwann habe ich begonnen ihn selbst zuzubereiten. Die Gewürze zu Mörsern. Mhhh. Den Duft den es verströmt. Gewürze, Kräuter, Natur das war irgendwie immer präsent in meinem Leben..und doch ist „erst“ vor 3-4 Jahren so richtig der Funke übergesprungen und ich habe die Liebe zu den Heilkräutern entdeckt.

Eine Leidenschaft entsteht

Mit einer Freundin sammelte ich in einem Jahr Holunderblüten und wir machten Hollerkuchen und Holundersirup. Wir sammelten Fichtenspitzen, die wir erst gar nicht sicher bestimmen konnten und machten Fichtenhonig..wir waren in einem richtigen Rausch und in der Hexenküche brodelte und köchelte es.

Hier in der Stadt in der ich lebe sah ich immer wieder einen Flyer mit Terminen für Heilkräuterwanderungen. Der Flyer war mit einer schönen Aquarellzeichnung, einem Hexenkessel versehen und ich spürte immer so eine Anziehung & wusste, dass ich dort mal eine Wanderung machen möchte. Irgendwann schaffte ich es dann endlich zu einem Termin dabei zu sein. Es war im Frühling. Wiesensalbei blühte, die Hänge rochen würzig nach Dost und Wiesenthymian. Diese Wanderung war so ein Schlüsselerlebnis. Ich war hin und weg. Wir stellten allerhand an Leckereien her und es war ein wundervoller Frühsommertag. Danach kaufte ich mein erstes Pflanzenbestimmungsbuch ..es war um mich geschehen..und ich erkundete danach wann immer ich Zeit fand die Heilkräuterwelt. Im Gepäck mein Bestimmungsbuch und eine große Portion Neugierde.

Pflanzenbegegnungen

Immer wieder brachte ich neue Heilkräuter nach Hause. Zauberte daraus Sachen, probierte Gerichte mit Wildkräutern. Mein Mann aß alles und schien mir (meistens) zu vertrauen. Immer wieder begegnete mir am Wegesrand neue Pflanzenfreundinnen. Am Anfang begegnete ich ihnen noch zaghaft und mit großem Respekt. Was ich übrigens auch total wichtig finde. Natur ist etwas Wunderbares. Aber sie hat genauso ihre Schattenseiten, wo wir ganz aufmerksam sein dürfen, um mich nicht giftige Doppelgänger zu pflücken.

Manchmal traf ich eine Pflanze dreimal, bis ich schließlich innerlich den Ruf verspürte sie auch zu sammeln. Im Alleingang machte ich meistens meine Steifzüge durch die Natur und sie wurden zu so einer unglaublichen Seelenmedizin. Ich lud Freundinnen zu meiner ersten Neun-Kräuter-Suppe ein. Ich war plötzlich völlig im Rausch. Und eine neue Leidenschaft war geboren.

Heilkräuterpädagogische Weiterbildung

Anfang letzten Jahres habe ich mich dann für eine Heilkräuterpädagogische Weiterbildung entschieden. Davor hatte ich die Wiesen schon im Alleingang eingehend erkundet und studiert. Nochmal eine Heilkräuterwanderung besucht, bei der ich bereits super viel auf den Wiesen erkannte und bestimmten konnte. Bei mir ist es so: Wenn mich eine Leidenschaft packt dann gehe ich darin richtig auf und verbringe so ungefähr jede freie Minute mit diesem Thema. Ich lerne dann ganz leicht und sauge dieses Wissen wie ein Schwamm auf, wie es mir mal eine Gesangslehrerin rück meldete.

Die Heilkräuterweiterbildung war für mich sooo ein großes Geschenk. Hier habe ich noch eine viel größere Erd- und Naturverbundenheit erlangt. Auch wenn ich Natur immer schon liebte. Ich habe gelernt und erfahren, dass ich Teil der Natur bin. Etwas was ich vielleicht in vielen Momenten immer wieder gespürt hatte, aber nie so benennen konnte. Ein Gedanke der mir nicht fremd war, da ich meinem Studiengang der Kulturanthropologie viel über die Kosmologie und Weltsicht von indigenen Völkern lernten, die sich und die Natur meist als ein großes Ganzes verstehen. Die an die Beseelheit der Natur glauben, die ich ebenfalls für mich entdeckt habe.

Pflanzenspirits und Naturspiritualität

Die Weiterbildung hat mich sensibel für die Sprache und Zeichen der Pflanzenwelt gemacht. Und mich eine unglaubliche Demut gegenüber der Natur entwickeln lassen. Ich erlebte meine erste Pflanzenkommunikation in der ich merkte, wie empfänglich ich für die Botschaften der Pflanzen bin. Ich stellte erste Salben und Balsame her deren Herstellung für mich ebenfalls große Erfüllung sind. Doch auch dazu an anderer Stelle mal mehr. Und es ist so schön zu bemerken, dass ich hier immer intuitiver vorgehe. Dass ich ganz nach dem Gespür Balsame herstelle und dabei mit Pflanzenspirits arbeite, die mich rufen.

Ja, in mir steckt eine leidenschaftliche Kräuterhexe. Ich kann es nicht anders sagen. Und gut möglich, dass meine Vorfahr*innen dieses Wissen ebenfalls in sich trugen.

Ich bin so unendlich dankbar und demütig, dass ich diesen intuitiv schamanischen Zugang zur Pflanzenwelt erfahren haben. Ein Zugang zur Pflanzenwelt der mir so einen inneren Frieden verliehen hat, in mir eine tiefe Verbundenheit spüren lässt. Mich, die hippelige Anna, die manchmal kaum Still sitzen kann, so eine innere Ruhe verliehen hat, die ich mir oft für mich gewünscht habe. Ich könnte jetzt noch so viel mehr erzählen. Über meine wunderbare Lehrerin, die ihr schamanisches Heilwissen in die Weiterbildung fließen lassen hat, die mich so viel mehr als „nur“ etwas über Pflanzen gelehrt hat, sondern auch noch mehr vertrauen lassen hat, meinen Herzensweg zu gehen. Botschaften und Zeichen wachsam wahrzunehmen.

Follow your Passion

Aber ich glaube, ich belasse es für das Erste dabei. Was ich dir mit diesem Text weitergeben möchte: Unsere Leidenschaften finden uns immer, wenn wir uns für sie öffnen. Und der Zeitpunkt ist immer genau der Richtige, auch wenn unser Kopf uns anderes erklären möchte. Ich bin keine dieser Kräuterfrauen, die seit ihrer Kindheit Kräuter sammelt. Ich war immer Natur verliebt. Doch den Zugang zu den Heilkräutern habe ich erst „relativ spät“ erlangt. Und bin doch in so kurzer Zeit so tief in die Heilpflanzenwelt eingetaucht. Wenn dich  eine Leidenschaft ruft, geh ihr nach. Das ist der Ruf deiner Seele. Der Weg zu unserem Seelenheil. Much Love, Anna-Sophie 

Im nächsten Blogartikel erzähle ich etwas mehr von meiner Weiterbildung und was eine Heilkräuterpädagogin eigentlich genau macht.

Ein Kommentar

  • Nicky

    Liebe Anna-Sophie,

    Vielen Dank für diesen Blogartikel, du sprichst mir damit aus dem Herzen. Es ist so schön von deinem Weg zur Pflanzenliebe zu lesen.
    Ich freue mich schon auf den nächsten Beitrag. 🙂

    Zauberhafte Grüsse
    Nicky

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