Heilkräuter,  Rezept

Rezept für ein Sonnenkraft- Balsam

Eines vorweg. Die Herstellung dieses Balsams braucht etwas Zeit & Geduld. Denn ihr benötigt dafür einen Ölauszug vom Johanniskraut und der Schafgarbe. 

Johanniskraut könnt ihr zwischen Juli bis September sammeln. 

Schafgarbenliebe ♥

Die trockenen (!) Johanniskrautblüten sowie Knospen mit Blättern in ein hohes Glasgefäß geben und  großzügig mit Olivenöl aufgießen (die Blüten sollten vollständig mit Öl bedeckt sein). Glas mit dem Deckel schließen. Das Öl sollte 3-6 Wochen an einem sonnigen Platz stehen und jeden Tag etwas geschüttelt werden. Es färbt sich schon nach einiger Zeit  rot und ist deshalb auch unter dem Namen Rotöl bekannt. Dafür ist der Farb- und Wirkstoff Hypericin verantwortlich. Du kannst auch eine größere Menge an Rotöl ansetzen (z.B. in einer 1 l Flasche). Das pure Rotöl eignet sich nämlich super im Winter zum Einreiben des ganzen Körpers. Es wirkt stimmungsaufhellend und durch den Wirkstoff Hypericin nehmen wir an sonnenarmen Wintertagen Sonnenlicht auf.

Einen Teil des Öl kannst du als Körperöl verwenden, den anderen zur Herstellung des Balsams hernehmen. 

Nun brauchst du noch ein paar Stängel frische (!) Schafgarbenblüten um einen Ölauszug aus ihnen herzustellen. Die Schafgarbe blüht zwischen Mai – September. Die Blüten in Olivenöl kurz erwärmen. In ein Marmeladen Glas mit Deckel füllen und ca. 3 Wochen an einen sonnigen Ort stellen. Immer wieder schütteln. 

Rezept für einen Balsamtiegel (50 Ml):

  • Nachdem beide Öle in der Sonne gereift sind und du sie abgeseiht hast, kann es nun an die Balsamherstellung gehen.
  • 25 ml Rotöl und 25 ml Schafgarbenöl abmessen 
  • Ca. 5 g Bienenwachs (gibt es am Stück oder auch in Pastillenform. Du erhälst dies beim Imker oder auch im Internet) und die Öle in einem Wasserbad erhitzen (das Öl und den Bienenwachs vorher in ein Schraubglas geben) und mit einem Holzlöffel bei mittlerer Hitze beständig rühren bis sich der Wachs vollständig aufgelöst hat
  • Du kannst mit dem Löffel etwas von der Balsam auf einem  Teller abstreifen um zu sehen ob die Konsistenz dir fest genug ist (wenn du es fester magst, gebe noch etwas Wachs hinzu, magst du es flüssiger gib noch ein wenig vom Rotöl oder Schafgarbenöl hinzu)
  • In das Balsam kannst du nun noch 1-2 Tropfen ätherisches Öl geben (z.B. etwas, dass das Balsam haltbarer macht wie Teebaumöl, da desinfizierend wirkt oder ein Duft, der beruhigend wirkt wie z.B. Lavendelöl.) Alternativ bietet sich auch Propolilstinktur an (rundet Balsame im Allgemeinen gut ab)
  • Das noch flüssige Balsam in einen desinfizierten (am Besten mit hochprozentigem Alkohol) Tiegel für Salben oder Balsame geben. Warten bis die Masse getrocknet ist. Deckel drauf. Beschriften.
  • Das Balsam hält sich etwa ein halbes bis ganzes Jahr & ist ein tolles Geschenk oder du machst dir selbst damit eine Freude. 😉
  • Anwendung: Das Balsam kann zum Einreiben von verschiedenen Körperpartien benutzt werden. Es wirkt pflegend und wundheilend. Johanniskraut ist gut bei Sonnenbränden, Narben oder Rheumabeschwerden. Das Balsam kann außerdem bei Unterleibsschmerzen in diesem Bereich eingerieben oder einmassiert werden. Die Schafgarbe hat eine entkrampfende und ausgleichende Wirkung. 
  • Generell ist das Balsam ein toller Begleiter während der Wintermonate. Wann immer du dich danach fühlst, kannst du bestimmte Körperpartien mit sanften Bewegungen mit dem Balsam einreiben 
  • Johanniskraut macht lichtempfindlich (!). Wenn du das Balsam regelmäßig verwendest, solltest du dich nicht direktem Sonnenlicht aussetzen. 

Ganz viel Spaß mit diesem sanften Licht bringendem Balsam. ☼ ♥

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.