Heilkräuter

Rück Be SINNUNG: Räuchern mit heimischen Pflanzen

Es gibt wohl keine bessere Zeit als in dieser dunklen Jahreszeit zu Räuchern. Natürlich kann aber das ganze Jahr  über bedenkenlos geräuchert werden. 😉 Es ist ein wunderbares Ritual, das uns in dieser ruhigeren Jahreszeit in der sich auch die Natur zurückzieht, begleiten kann und zu uns bringt.

In diesem Artikel erfährst du, welchen Ursprung das Räuchern hat, welche heimischen Pflanzen du dafür verwenden kannst und welche positiven Wirkungen das Räuchern sowohl auf unsere Psyche als auch die Seele hat. 

Archaische Praxis

Das Räuchern ist eine uralte, archaische Praxis. Unsere Vorfahren haben dies bereits vor mehreren Tausenden Jahren während sie am Feuern saßen für sich entdeckt. Im Feuer verglommen Hölzer, Pflanzen und Beeren.. Verschiedenste Düfte entfalteten sich. In allen Kulturen der Welt entwickelten sich Räucherrituale, die medizinische, magische aber auch religiöse Zwecke erfüllten. 

Beim Räuchern eröffnet sich uns der Geist, die Seele, die Essenz der Pflanze. Heute ist wissenschaftlich bewiesen, was unsere Vorfahren schon damals mit den Sinnen wahrnahmen und aus der Erfahrung heraus wussten: Nämlich, dass das Räuchern sich auf unserer Seele auswirkt.

In in unserem Stammhirn werden durch das Räuchern Bereiche aktiviert, die Emotionen freisetzen, unser Erinnerungsvermögen sowie die Intuition anregen. Die Duftmoleküle, die sich beim Räuchern freisetzen, haben zudem Einfluss auf unsere Motivation, unser sexuelles Verlangen und unser allgemeines seelisches Wohlbefinden. Düfte berühren etwas ganz tief in uns und regen eines der ältesten Gehirnareale im Menschen an. 

Räuchern erfüllte bei den Hochkulturen weltweit verschiedene, oft aber sehr ähnliche Zwecke. Menschen versuchten mit Hilfe von Räucherwerk Kontakt mit der „Anderswelt“ , den Göttern sowie Göttinnen und auch AhnInnen aufzunehmen. 

Auch zur Begleitung von Opferkulten kamen Räucherungen mit Heilpflanzen zum Einsatz. Die Kelten verräucherten beim Orakeln ganz bestimmte Heilpflanzen um Antworten auf drängende Fragen zu finden, oder die Zukunft vorauszusagen. Zum Beispiel die Schafgarbe, die die Intuition weckt und bei der Visionssuche helfen sollte.

Auch die aphrodisierenden Wirkungen von Pflanzen machten sich unsere Vorfahren bei Rächerungen zu Nutze. Man nutzte die Heilkraft der Pflanze um Trancezustände zu erreichen und Visionen zu erhalten. Nicht weiter verwunderlich also, das Räuchern eine alte schamanische Praxis darstellt, die SchamanInnen weltweit durchführten und immer noch für Rituale nutzen um in andere Welten zu reisen.

Das Räuchern zum Zwecke der Abwehr vor Geistern, bösen Damönen oder schlechten Energien, ist eine immer noch gängige Praxis, die viele Kulturen auf der ganzen Welt seit Urzeiten durchführen und die auch vielen von uns ein Begriff ist. Auch, wenn es heute  oft unter dem Deckmantel steht, den Geist zu klären und sie von schlechten Energien zu befreien. 

Am Feuer haben vor Tausenden Jahren Menschen das Räuchern mit Pflanzen entdeckt.

Räuchern als Ritual

Räuchern erfüllte bei den Hochkulturen weltweit verschiedene, oft aber sehr ähnliche Zwecke. Menschen versuchten mit Hilfe von Räucherwerk Kontakt mit der „Anderswelt“ , den Göttern sowie Göttinnen und auch AhnInnen aufzunehmen. 

Auch zur Begleitung von Opferkulten kamen Räucherungen mit Heilpflanzen zum Einsatz. Die Kelten verräucherten beim Orakeln ganz bestimmte Heilpflanzen um Antworten auf drängende Fragen zu finden, oder die Zukunft vorauszusagen. Zum Beispiel die Schafgarbe, die die Intuition weckt und bei der Visionssuche helfen sollte.

Auch die aphrodisierenden Wirkungen von Pflanzen machten sich unsere Vorfahren bei Räucherungen zu Nutze. Man nutzte die Heilkraft der Pflanze um Trancezustände zu erreichen und Visionen zu erhalten. Nicht weiter verwunderlich also, das Räuchern eine alte schamanische Praxis darstellt, die SchamanInnen weltweit durchführten und immer noch für Rituale nutzen um in andere Welten zu reisen.

Das Räuchern zum Zwecke der Abwehr vor Geistern, bösen Damönen oder schlechten Energien, ist eine immer noch gängige Praxis, die viele Kulturen auf der ganzen Welt seit Urzeiten durchführen und die auch vielen von uns ein Begriff ist. Auch, wenn es heute  oft unter dem Deckmantel steht, den Geist zu klären und sie von schlechten Energien zu befreien. 

Verwendung heute

Das Räuchern ist lange Zeit in Vergessenheit geraten. Ich selbst habe es erst letztes Jahr für mich entdeckt und lerne hier immer wieder Neues.

Der Glaube an schlechte Energien findet sich auch heute noch in unserem Sprachjargon wieder. Wenn es in einem Raum zu Streit zwischen Personen kommt und z.B. „dicke Luft“ herrscht. Wir sind tagtäglich mit so vielen Energien in Kontakt, viele nehmen wir vielleicht gar nicht bewusst, oder erst später wahr. Hier kann das Räuchern eine gute Möglichkeit sein, sich von negativen Energien zu befreien. Das Ausräuchern von Häusern blickt auf eine lange Tradition, gerade auch hier im europäischen Raum zurück und findet gegenwärtig viele AnhängerInnen.

Heimische Heilpflanzen & ihre Botschaften

Es gibt so eine riesen Bandbreite an heimischen Pflanzen die sich zum Räuchern eignen und die ganz oft direkt vor unseren Haustüren wachsen.

Im Folgenden stelle ich eine kleine Auswahl an heimischen Heilpflanzen zum Räuchern vor. Natürlich gibt es noch viel mehr, die in Frage kommen. Du kannst dich bei der Wahl auch ganz auf deine Intuition, dein Gefühl verlassen. Vertraue darauf. Lass dich von der Pflanzenwelt rufen. Denn oft halten bestimmte Pflanzen eine Botschaft für dich bereit. Und dann sind dies auch genau die Pflanzen, die du momentan brauchst, nach der deine Seele ruft und die dich in Prozessen begleiten sowie unterstützen können. Die Wirkungsweise, die du durch das Räuchern erzielen möchtest, ist natürlich bei der Wahl der Heilpflanzen, entscheidend. Es gibt viele tolle Pflanzenbücher speziell auch zum Räuchern von Heilpflanze, wo du dich vertiefter mit den Wirkungsweisen von Pflanzen beim Räuchern beschäftigen kannst.

Stimmungsaufhellende Pflanzen

Alant

Der Alant trägt sichtbar die Sonnensignatur in sich. Die Blüten strahlen in hellem Gelb. Alant ist eine wirkungsvolle Begleiterpflanze bei Niedergeschlagenheit, Stresssymptomen und erweckt von Neuem deine Lebensgeister, wenn du dich erschöpft fühlst.

Zum Räuchern kannst du die Blüten nutzen. Oft werden zudem die Wurzeln des Alants zum Räuchern genutzt, die dabei helfen wieder sein seelisches Gleichgewicht zu finden und Schutz spenden.

Johanniskraut

Das Johanniskraut gehört zu den traditionellen Räucherpflanzen und ist wie der Alant ebenfalls eine Licht bringende Pflanze. Auch sie wirkt stimmungsaufhellend und ist eine kraftvolle Begleiterin in der dunklen Winterzeit. Diese Wirkung verdankt das alte Heilkraut dem Wirkstoff Hypericin der den Menschen leichter Sonnenlicht aufnehmen lässt. Eine Eigenschaft, die sich Menschen schon vor Jahrhunderten zu Nutzen gemacht haben und sich z.B. mit Rotöl (einem Ölauszug aus Kraut und Blüten des Johanniskrauts) im Winter einrieben. Für das Räuchern kannst du die vollaufgeblühten Blüten ab der Sommer Sonnenwende am 21. Juni sammeln und trocknen.

Klärende und reinigende Pflanzen

Beifuß

Der Beifuß ist ebenfalls eine alte Heil- & Räucherpflanze die schon die Native Americans (den in Nordamerika vorkommende Steppenbeifuß) , aber auch die Kelten zu zeremoniellen Zwecken nutzten. Der Beifuß ist gut zum Reinigen und Klären von Räumen, wenn du das Gefühl hast, dass du gerade von schlechten Energien umgeben ist. In den Rauchnächten wurde u.a. Beifuß zusammen mit anderen Heilkräutern zum Ausräuchern von Ställen und Wohnräumen genutzt. Außerdem kann der Beifuß dich in Übergangsphasen dabei unterstützen Altes besser Los zulassen und in die neue Lebensphase hineinzuwachsen. Du kannst zum Verräuchern den ganzen Stängel, samt Kraut und Blüten, verwenden.

Salbei

Der Salbei ist ebenfalls eine geeignete Pflanze, wenn es darum geht verdichte Energien zu neutralisieren. Und das Gute: Diese Pflanze wächst bei vielen direkt vor der Nase. Im Garten vor der Haustür nämlich.

Du kannst einmal probieren nur ein getrocknetes Blatt Salbei anzuzünden und schauen, welche Wirkung der Rauch auf dich hat. Vielerorts wird der Weiße Salbei, der ebenfalls eine Heilpflanze der Native Americans ist, hoch gepriesen. Doch da der Fokus in diesem Artikel ganz bewusst auf heimischen Heilpflanzen liegt, möchte ich dir gerne Alternative zu den teilweise von weiterher importierten Räucherwerk zu spirituellen Zwecken an die Hand geben. Die gibt es hier um uns herum nämlich in Hülle und Fülle.

Palo Santo, weißer Salbei & Co.. welche Auswirkun hat unser Konsum?

Die Sache mit White Sage und Palo Santo

Räucherwerk von weither zu beziehen ist erstens nicht wirklich nachhaltig und gefährdet zweitens auch oft den Fortbestand dieser Pflanzen in den Herkunftsländern. Ähnlich wie etwa bei Palo Santo (dem heiligen Holz), einem Baum der u.a. in Peru wächst und dort mittlerweile sehr gefährdet ist. Doch die weltweit große Nachfrage nach dem heiligen Holz führt dazu, dass teilweise illegal Bäume gerodet werden.

Natürlich muss jede/r am Ende für sich selbst entscheiden, wie er/sie konsumiert. Wichtig ist, meines Erachtens ein Bewusstsein zu entwickeln, welche Auswirkungen das eigene Handeln auf andere Gesellschaften und den Fortbestand der Natur hat. Hier ist oft auf eine Kontinuität von Machtverhältnissen zu Gunsten des Westens zu erkennen. Heißt: Andere Länder, die schon zu Kolonialzeiten ausgebeutet wurden, werden es weiter. Auch das Thema kulturelle Aneignung spielt hier mit rein, worauf ich an anderer Stelle mal genauer eingehen möchte.

Zudem möchte ich auch aufzeigen, dass wir in Europa ebenfalls auf eine lange Tradition von Heilpflanzen und damit verbundenem Brauchtum zurückblicken. Für mich gilt es dieses altes Wissen Stück für Stück wieder zu erlangen, zu entdecken und uns dieses teilweise verbannte Heilwissen wieder zu Eigen zu machen. Das hat für mich viel mit Selbstermächtigung und Rückbesinnung auf eigene Wurzeln zu tun. Und dennoch liebe ich auch den Geruch von Palo Santo und habe hier zu Hause ein paar Stücke die ich sparsam nutze. Es geht mir nicht darum euch mit erhobenen Zeigefinger ein schlechtes Gewissen einzureden, sondern aufzuzeigen, dass es nicht immer das teure (oder auch nicht teure) Räucherwerk von weither sein muss.

Beruhigende und stärkende Pflanzen

Ich möchte euch gerne zwei auf den ersten Blick eher unscheinbare Räucherpflanzen vorstellen. Denn bestimmt kennt ihr alle die beruhigende Wirkung von Lavendel. Dieser ist natürlich ideal zum Räuchern gerade, wenn wir unter hoher Belastung stehen und gestresst sind, hilft der Lavendel dabei uns wieder zu ent spannen. Dafür könnt ihr eine Messerspitze der getrockneten Lilablüten räuchern.

Dost

Der Dost ist als Räucherpflanze eher wenig bekannt. Der wilde Mayoran, der sich super als Küchengewürz macht, hat aber auch als Räucherpflanze einiges zu bieten. Er beruhigt die Nerven, verströmt einen warmen, einhüllenden Duft und schenkt uns das nötige Durchhaltevermögen in ausdauernden Lebensphasen. Er kommt wild vor allem an sonnigen Hängen vor und ist oft auch in unseren Gärten anzutreffen. Zum Räuchern verwendest du am Besten Blüten und Blätter.

Hopfen

Hopfen räuchern? Ja, ihr habt richtig gehört. Der Hopfen ist eine traditionelle Heilpflanze. In der Volksheilkunde wurde er vor allem bei Unruheszuständen und Schlaflosigkeit angewendet. Hopfen verhilft zu innerlicher Ausgeglichenheit.

Zum Räuchern kannst du die jungen Blätter oder die Hopfenzapfen nutzen. Hopfen hat einen etwas eigenwilligen Geruch, füge deshalb am besten eine andere wohlriechende Pflanze beim Räuchern hinzu und sei bei der Dosierung vom Hopfen (zunächst) sparsam.

How to..?: Welche Räuchermethode passt zu mir..

Was gibt es beim Räuchern zu beachten? Wichtig ist, dass du für dich eine Räuchermethode findest mit der du dich wohl fühlst. Das können natürlich auch verschiedene sein. Probiere dich durch und experimentiere ein bisschen. Ebenfalls zu Beachten: Zum Räuchern benutzt ausschließlich trockenes Pflanzenmaterial. 

Die klassischen Art und Weisen zu Räuchern sind mit Räucherkohle oder einem Stövchen.

Für das Räuchern mit Kohle brauchst du ein feuerfestes Gefäß und Sand (Vogelsand tut es auch). Mit dem Sand fühlst du zur Hälfte dein Gefäß. Obendrauf kommt die Räucherkohle, die du am besten mit einer dazugehörigen Zange anzündest damit du dich nicht verbrennst. Wenn sich die Kohl vollständig entzündet hat (du merkst es daran, dass die Kohle ganz grau ist), kannst du vorsichtig dosiert etwas von deiner getrockneten Pflanzenmischung auf die Kohle tun. Ich empfehle zum Beginn wirklich wenig (etwa eine Teelöffelspitze) auf die Kohle zu tun, um ein Gefühl für das Räuchern und die intensiven Gerüche zu bekommen. 

Nimm eine Feder und fächere den Rauch in verschiedene Richtungen. Du kannst zum Anfang auch mit einer Pflanze anfangen. Dann spürst du den eigenen Charakter der Pflanze besonders. 

Eine sowohl sanftere als auch schnellere Methode zu Räuchern, ist das Stövchen. Auf den Rand des Gitters (in der Mitte verbrennt es sonst schnell) gibst du etwas der Räuchermischung und zündest eine Kerze an, die du unten in das Stövchen stellst. Während beim Räuchern mit Kohle wirklich viel Rauch entsteht, was besonders gewöhnungsbedürftig sein kann, wenn man die ersten Male räuchert, hast du beim Räuchern mit einem Stövchen eine sanfte Raumbeduftung. Das heißt jedoch nicht, dass sie nicht auch auf seelischer Ebene eine Wirkung entfaltet. Hier ist die Sendung der Botschaft feiner. Das Räuchern mit dem Stövchen ist etwas für den alltäglichen Gebrauch, da das Räuchern mit Kohle etwas mehr Zeit abverlangt. 

Aber auch hier: Schau von was du dich mehr angezogen fühlst bzw. du kannst es je nach Lust und Lauen auch variieren. 

Außerdem kannst du auch selbst gemachte Räucherbündel verwenden. Dafür kannst du im Frühjahr und Sommer selbst Pflanzen sammeln, diese trocknen und zu bündeln binden. Eine wunderbar kreative Arbeit mit Pflanzen.

Um eine Pflanze näher kennen zulernen, nehme ich oft nur ein Blatt (oder je nachdem einen kleinen Stängel oder eine Blüte der Pflanze) und zünde dies an um zu schauen, wie mir der Geruch gefällt und wie er auf mich wirkt.

Ich wünsche dir wundervolle Erfahrungen beim Räuchern mit den Pflanzen. 

Alles Liebe,

Anna-Sophie 

 

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