Weiblichkeit,  Wild & Frei

Sinnlichkeit – Wild und Frei Teil 3

 

Spüre mit deinem Körper, ohne zu denken. Werde wachsam für deine körperlichen Bewegungen und deine seelische Antworten auf deine Bewegungen. Schmecke, als hättest du etwas noch nie geschmeckt. Ertaste es in deinem Mund, als hättest du die Form und die Konsistenz deiner Nahrung noch nie zuvor erlebt. Höre, als wären es die ersten Klänge.  ~ Pia Mortimer 

Nochmal tief tauchen

Averie Woodard (Unsplash)

Sinn lich sein. Mit allen Sinnen wahrnehmen, sich selbst sinnlich wahrnehmen. Das letzte Modul von Wild und Frei drehte sich genau darum – Sinnlichkeit.

Ein Modul in dem wir nochmal tief tauchten. Unserer eigenen Sinnlichkeit nachspürten. Und in diesem Modul zeigte sich auch wie es auf die vorhergegangen aufbaute. Eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrnehmen. Den Ursprung von Scham und Wut erkennen um dann mutig über sich hinauszuwachsen. 

Wahrnehmen. In seinen Körper hineinspüren. Sich den eigenen Sinnen hingeben. In diesem Modul beschäftigten wir uns mit den Themen Selbstliebe, Körperakzeptanz, Sexualität, den weiblichen Zyklus und Schossraumverbindung.

Auf Forschungsreise zur eigenen Lust 

Wild und Frei
Wild und Frei

Gerade,  wenn es um Selbstbefriedung geht, stellt dies für viele Frauen immer noch ein Tabuthema dar. Doch es ist so wichtig, dass an erster Stelle wir Frauen wissen was uns gefällt. Die Berührung mit uns selbst, das sich selbst erfahren und entdecken durch unseren Körper lässt uns spüren was uns gefällt.

Und so können wir auch in unserer Partnerschaft klar ausdrücken und kommunizieren was uns Lust bereitet, und was nicht. Denn dann kennen wir unsere eigenen Bedürfnisse, wissen welche Berührungen welche Reaktion und Emotion bei uns hervorrufen.

Und ist es nicht auch wundervoll, einfach sinnlich mit sich selbst zu sein? Sich selbst dadurch noch näher kennenzulernen?

Im Modul Sinnlichkeit ging es viel um die Beziehung zu unserer Yoni. Unseren heiligen Schossraum. Dieser Körperregion Aufmerksamkeit zu schenken. Durch Berührung. 

Es ging um das Erkennen von Glaubenssätzen sowie innere Kindarbeit Tools die uns nochmals halfen einen Raum für unsere Sinnlichkeit zu eröffnen. Zu verstehen woher unsere Scham (wenn vorhanden) oder limitierende Glaubenssätze herkommen. 

FEEL Hanna Postova (Unsplash)

Wie sind wir als Kind mit dem Thema Sinnlichkeit in Kontakt gekommen? Was bedeutet Sinnlichkeit für uns ganz persönlich? Wie hängen Sinnlichkeit und Sexualität für uns miteinander zusammen?

Hier hat das Workbook von Pia viele Anregungen gegegeben, sich mit der eigenen Sinnlichkeit zu beschäftigen. Auf der Verstandes- und Sinnesebene. Durch Fragen und Körperübungen.

Denn am Ende geht es darum die eigene Sinnlichkeit erfahrbar zu machen. Sie zu erforschen. Fern von medialen Bildern und gesellschaftlichen Vorstellungen. Es gilt unseren ganz persönlichen Bezug

zu Sinnlichkeit zu entfalten. Und diese muss sich keinesfalls mit dem decken, was Filme, Pornoindustrie oder sonst was uns vorleben. Es geht darum, wieder einen Zugang zur ganz eigenen ursprünglichen Sinnlichkeit zu entdecken. 

Das Modul Sinnlichkeit begrenzte sich aber keinesfalls ausschließlich auf die sexuelle Ebene von Sinnlichkeit.  Vielmehr geht es um ein generelles Wahrnehmen unseres Körpers mit all unseren Sinnen. Darum das Leben mit all Seinen Sinnen wahrzunehmen. 

Eine Übung im Workbook ist, den eigenen Zyklus über einen Monat hinweg zu „tracken“. Etwas was ich letztes Jahr begonnen habe und was mir viel Aufschluss über meine Bedürfnisse und Emotionen in der jeweiligen Zyklusphase gegeben hat. Denn z.B. auch wie sinnlich wir uns fühlen, wir sehr wir auf Sex Lust haben, kann innerhalb der Zyklusphasen varieren. 

Die Reise geht zu Ende.. oder doch nicht?

Am 27. Juli fand das letzte Live Treffen in Hamburg statt. Es fühlte sich unwirklich an. Das letzte Mal von Wild und Frei der Frauenkraftreise.

Im Deva thront bei unser Ankunft auf dem Boden im Raum eine Yoni aus Blüten und Kristallen. 

Noch einmal erwartet uns tiefe Begegnung. Tönen, Bewegen, mit allen Sinnen wahrnehmen. Spüren. Grenzen und Bedürfnisse wahrnehmen. Eine Vertrautheit zwischen uns Frauen. Ein Band zwischen uns. Sich gehalten fühlen. Vertrauen und Unterstützung. 

In der Pause essen, plaudern und lachen wir Wild und Frei Frau bei Sonnenschein in der Nachbarschaft des Yogastudios in einem kleinen Bistro.

Mit allen Sinnen wahrnehmen

Im letzten Modul spielte das Wahrnehmen mit allen Sinnen eine große Rolle. Mit geschlossenen Augen bekamen wir Gegenstände in die Hand gelegt, Düfte wurden uns vor die Nase gehalten..und in einer Partnerübung berührten und streichelten wir uns mit unserer Partnerin.

Eine sehr aufregende Übung in der ich mit meinen eigenen Ängsten (mache ich das richtig? Fühlt sich das für die andere Person gut an?) konfrontiert wurde. Uns genauso erlebte ich in der Übung, sich einfach fallen zu lassen, sich auf das eigene Gefühl zu vertrauen, die Signale der anderen zu achten und wahrzunehmen. Sich der Situation hinzugeben. Sich fallen zu lassen. Sich ganz dem Moment hinzugeben. Pure Sinnlichkeit.

Nochmal wurde ein Raum eröffnet in dem wir uns selbst erfahren konnten, uns noch ein Stückchen mehr öffnen dürften.. noch einmal diese besondere Verbindung unter einander genießen & spüren konnten. 

Das Erlernte integrieren 

Yoni
Yoni Art

Jetzt einige Wochen nach dem Wild und Frei vorbei ist, spüre ich was das eigentlich bedeutet, dass die Frauenkraftreise zum Ende gekommen ist. Denn genau genommen ist sie das nicht. Klar. Der Kurs ist vorbei. Doch die Verbindung unter uns Frauen bleibt bestehen. Diese besondere Erfahrung wird in mir weiterleben. Und vor allem wird mir (wieder einmal) bewusst, dass im Prinzip jetzt die richtige Arbeit anfängt.

Nämlich all das Erfahrene, als das Erlebte aus der Frauenkraftkreise umzusetzen, zu integrieren und danach mehr und mehr mein Leben auszurichten. Voller Sinnlichkeit für das Leben, mich und die Menschen, die mir begegnen. Noch wilder und freier. 

Das ist die Aufgabe und Herausforderung, die nach dem Abschluss auf mich, wohl auf uns alle, die Teil der ersten Frauenkraftreise von Pia Mortimer waren, wartet. 

 

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